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Silvester – ein Fest im Jahr, das die ganze Welt verbindet – Wohngruppe Weitblick & Außenstellen

Silvester ist ein Tag im Jahr, das weltweit in fast allen Nationen an ein und demselben Tag gefeiert wird. Unsere multikulturelle Wohngruppe ist hier keine Ausnahme. Auch hier wird dieses Fest zusammen gefeiert. An diesem Tag ist es egal, welche Hautfarbe, welche Religion, welchen ethnisch-kultureller Hintergrund, welche politische Neigung oder welche gesundheitliche Diagnose du hast – dieser Tag ist der Tag im Jahr, der für alle eine Bedeutung hat – manche feiern ihn mit ihren Ritualen und Traditionen, manche verbinden ihn mit Hoffnungen und Wünschen, für manche ergibt sich hier auch tatsächlich eine Veränderung, mal im Großen (eher selten), mal im Kleinen.

Jeder Familie und jede Person feiert dieses Fest anders, so ist auch in der „Familie Weitblick“, wie unsere Bewohner und Bewohnerinnen sie nennen. Unser Silvester ist eine Mischung aus Ritualen, die jede und jeder Einzelne aus der eigenen Familienbiographie mitbringt und die aus traditionellen Ritualen entstanden sind.

Jedes Jahr wird bei uns am ersten Januar eine Neujahrbrezel gegessen, wie in vielen anderen Familien. Dieses Ritual hat eine ehemalige Kollegin in die Wohngruppe eingeführt, diese Kollegin hat sich längst verabschiedet, aber dieses Ritual ist geblieben und ist allen Bewohnerinnen und Bewohnern heilig. Aus diesem Ritual ist aufgrund der Unkenntnis einer anderen Kollegin ein neues Ritual entstanden. Da sie nicht wusste, was hier bei uns im schönen Baden eine Neujahrbrezel ist und wie diese aussieht, hat sie eine große belegte Laugenbrezel für den Neujahrstag bei einer Bäckerei bestellt. Nach der Abholung der Bestellung wurde sie von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Wohngruppe aufgeklärt, was eine Neujahrbrezel ist und es wurde auch noch eine traditionelle rechtzeitig besorgt. Seitdem gibt es jedes Jahr am 01. Januar eine belegte Laugenbrezel und eine Neujahrbrezel. Alle Bewohnerinnen und Bewohners achten hier sorgsam auf unsere neue Tradition.

Das Feuerwerk war für unsere Bewohnerinnen und Bewohner immer ein besonderes Ereignis. Sie haben sehnsüchtig auf dieses gewartet, nicht nur um es anzusehen, sondern auch selbst zu verschießen. Die Wohngruppe lag früher im 9. OG eines Hochhauses und man konnte vom Balkon aus das Feuerwerk über den Westen von Karlsruhe bewundern. Mit dem Umzug nach Grötzingen ist uns dieser „Weitblick“ über Karlsruhe verwehrt, deshalb war es unseren Bewohnerinnen und Bewohnern umso wichtiger, Feuerwerkskörper zu erwerben und diese – auch ein wichtiger Aspekt – mit unseren Nachbarn zusammen zu verschießen. Seit zwei Jahren ist der Feuerwerkkörperverkauf leider eingestellt. Da unseren Bewohnern und Bewohnerinnen eine solche Tradition wichtig ist, haben sie sich für dieses Jahr etwas einfallen lassen: sie haben mit Luftballons, die sie zum Platzen gebracht haben, ein kleines eigenes Alternativ-Feuerwerk vollbracht.

Jedes Jahr feiern wir in der Wohngruppe Weitblick den Silvestertag zusammen. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die es möchten und denen es wichtig ist, planen mit uns ihre Silvesterparty, wie sie es selbst formulieren. Jedes Jahr gibt es am Silvestertag immer unterschiedliches Essen, was in Art und Umfang auch von der Belegung der Wohngruppe abhängt. So gab es beispielsweise auch schon polnische Gerichte zu Silvester. Es gab auch schon lautes Feiern mit Musik und Tanzen, aber auch nur leise Feiern mit bescheidenerem Essen und Anschauen des Feuerwerks. Es ist wie in jeder Familie unterschiedlich. Dieses Jahr war wieder eine große Feier mit viel Essen und mit Musik und Tanzen und Luftballon-Feuerwerk angesagt – und eine Tradition hat sich erhalten: die belegte Laugenbrezel und die traditionelle Neujahrsbrezel.

Silvester verbindet: uns in der Wohngruppe Weitblick & Außenstelle und weit geblickt die ganze Welt. Und trotz aller Widrigkeiten infolge der Corona-Pandemie: das gemeinsame Erlebnis dieses Tages, verbunden mit den Hoffnungen und Wünschen für das neue Jahr, hat uns verbunden – mit jedem Einzelnen in fast der ganzen Welt.

Vielleicht brauchen wir mehr solche Feste, die überall auf der Welt gefeiert werden und unterschiedlichste Menschen miteinander statt gegeneinander verbindet – füreinander da sein statt gegen Ausgrenzung.

 
 

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